Die #Gamescom2018 ist kaum beendet, schon schwingt der junge sympatische Spinnen-Superheld von den Anspielstationen am #SonyInteractiveEntertainment Stand hin auf eure eigene Konsole. #MarvelsSpiderMan feiert seinen Release und #InsomniacGames zeigt eindrucksvoll, dass sie es verstanden haben, uns SpiderMan nicht nur spielen zu lassen, sondern wir leben ihm. Wir schwingen uns durch enge Straßenschluchten, wir prügeln uns mit allerlei Bösewichten und haben dabei stetig einen lockeren Spruch auf den Lippen. Wenn unsere Tante anruft, flunkern wir, was das Zeug hält und unsere Fähigkeiten mit feinster Elektronik umgehen zu können, nutzen wir sogar um in unserer Bude den Toaster etwas aufzumöbeln.

New York schaut gut aus, richtig gut – und die Stadt ist riesig, richtig riesig! Wir können uns Ewigkeiten in rasender Geschwindigkeit durch die Stadt schwingen. Dabei stellt SpiderMan jederzeit ein Netz zur Verfügung, jederzeit? Nein so ganz stimmt das nicht. Denn das Entwicklerstudio #InsomniacGames hat dafür gesorgt, dass es im Spiel immer eine real existierende Häuserkante, Laterne, Baumkante usw. geben muss, an der SpiderMans Fäden wirklich haften bleiben. Eine Spinnenwebe mitten in der Luft werden wir also nie zu Gesicht bekommen. Ihr wollt beweise? Dann haltet jederzeit das Spiel im Pausenmodus an, geht in den Fotomodus und verfolgt die Spinnengewebefaser bis zu ihrem Haltepunkt. Gibt es aufgrund einer größeren freien Fläche keinen Haltepunkt, so saust SpiderMan mit einem Affenzahn in Richtung Boden. Dann rennen wir ein wenig durch den Park oder durch die Straßen von New York und ein kleiner Sprung vom Boden reicht aus, und wir können uns wieder durch Häuserschluchten schwingen.

“Die Balance im Kampf ist ausgesprochen gut verteilt, wir müssen oft Angriffen ausweichen, haben aber jede Menge Features und Fähigkeiten die wir darin einsetzen können.”

Die Kämpfe machen wie das Schwingen in #MarvelsSpiderMan einen riesigen Spaß, wir können fast nicht genug davon bekommen. Doch der Schwierigkeitsgrad hat gerade bei den Kämpfen in sich, hier werdet Ihr schon auf Easy ordentlich gefordert. Ein reines Button-Mashing wird Euch zu keinem Erfolg verhelfen, ihr müsst stets ausweichen, Angriffe genau abwägen und am besten noch Eure Umgebung mit einbeziehen. Auf der Baustelle schnappen wir uns zum Beispiel einen Zementsack, schleudern diesen einmal um uns herum und hauen diesen einem Gegner ordentlich um die Ohren. Alle Gegner im kleineren Umkreis sind nun nach dem geplatzten Zementsack leicht irritiert und das können wir wiederum für eine kleine Angriffswelle nutzen. Doch die Gegner lernen im weiteren Spielverlauf immer mehr dazu, so kommen später Gegner auf uns zu, denen unsere Tritte und Prügel nichts ausmacht und wir hier mit List und Tücke an die Sache herangehen müssen. Die Polizei meldet einen kleinen Raubüberfall in unserer Nähe, wir stürmen hin aber bekommen es mit einer geballten Ladung Waffenarsenal zu tun. Raketenwerfer und Elektro-Schlagstöcke machen uns das Leben schwer und sorgen so für den einen oder anderen Kampf-Frustmoment.

Haben wir genug von der Action und lassen die Story einmal link liegen, können wir uns weiterhin in der Stadt durch die Schluchten schwingen, und kleine Neben- und Sammelaufgaben erledigen. Wenn SpiderMan seine Rucksäcke einsammelt, stecken nicht nur persönliche Gegenstände darin, sie erzählen durch SpiderMan auch noch persönliches darüber. So kommt SpiderMan schon mal ordentlich ins Husten, wenn er einen vor Ewigkeiten auf einem Hochhaus hinterlassenen Rucksack, mit einem 6 Jahre alten und ungewaschenen T-Shirt öffnet. Natürlich fragen wir uns auch, warum SpiderMan einen Rucksack in der Stadt versteckt in dem nur die Rose von einem Abschlussball enthalten ist, aber dennoch macht das Sammeln Spaß und wir können nicht genug von den kleinen Anekdoten hinter und mit SpiderMan bekommen. Haben wir gerade kein Interesse am Sammeln seiner 55 Rucksäcke, können wir auch die Forschungsstationen von Harry Osborn unterstützen. Diese sind auf den Dächern von New York verstreut aufgebaut und Harry bittet uns trotz glänzender Abwesenheit um Hilfe. Die Forschungsstationen werden abgebaut wenn diese nicht verwendet werden und unserem Freund liegen diese aber am Herzen (weshalb er auch erst einmal in den Urlaub geht und sich anscheinend um keine Vertretung kümmert). Aber Peter Parker wäre nicht SpiderMan, wenn er kein gutes Herz hätte und Menschen in allen Lebenslagen hilft. So schwingen wir uns durch die Lüfte um die Forschungsstationen zu entdecken. Betreten wir eine davon, gilt es eine Aufgabe zu erfüllt. So machen wir uns zum Beispiel auf, einer Umweltverschmutzung mit vorherig ausgiebiger Probensammlung und abschließender Beweisaufnahme durch Fotos aufzudecken. Einmal abgeschlossen, haben wir etwas Gutes für die Stadt getan und erfahren vorgetragen von SpiderMan welche Auswirkungen unser Handeln mit sich bringt.

Oder aber wir beobachten die Tauben-Population der Stadt, entdecken dass einige Tauben bereits an der Vogelgrippe erkrankt sind. Peter stellt einen Impfstoff her, der jetzt an den wichtigsten Tauben-Treffpunkten verstreut werden muss. Dafür besuchen wir kleinere Parkflächen und verstreuen fröhlich schwingen die Medizin. Dabei witzelt SpiderMan darüber, dass die Avangers sich sicherlich mit sowas nicht beschäftigen müssen und stellt sich die Frage, ob er die Berufsbezeichnung Tierarzt in seinen Lebenslauf mit hinzufügen soll. Dieser Humor ist allgegenwärtig und setzt uns immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Auch können wir Sehenswürdigkeiten besuchen und diese mit unserer Kamera ablichten. Was wiederum Marken erspielt die wir selber gut zum Freischalten von neuen Fähigkeiten benötigen. Und auch Black Cat hat für uns einiges an Aufgaben in der Stadt verteilt – ihr seht es wird nie langweilig in der Stadt die niemals schläft!

#MarvelsSpiderMan verwendet einige aus anderen Videospielen lieb gewonnene Features. So müssen wir auf Polizeistationen die in der gesamten Stadt verteil sind, Funktürme mit unserem Anzug synchronisieren, um Zugriff auf die digitalen Karte und somit auch auf Sammelgegenstände zu haben. Dabei dreht sich nach einer Synchronisation sogar die Kamera ähnlich wie in #AssassinsCreed nach dem erfolgreichen synchronisieren mit einem Aussichtspunkt. Wir sammeln fleißig Erfahrungspunkte die wir wie gewohnt in neue Kampftechniken oder hier sogar in Spinnen-Schwungtechnik investieren können. Das Kampfsystem ähnelt dem aus der #BatmanArkham Reihe, auch wenn heute viele Kampfsysteme daran Anschluss gefunden haben. Der Spinnensinn zeigt uns über SpiderMans Kopf einen bevorstehenden Angriff an und wir können diesen mit der Kreis-Taste unterbinden. Macht sich ein Angreifer daran uns mit einer Schusswaffe anzupeilen, so sehen wir den gesamten Schussverlauf schon im Voraus und können auch hier, sofern wir schnell genug sind, noch ausweichen. Das fühlt sich im Kampf unheimlich innovativ an, denn die Kämpfe sind viel schneller und auch hektischer als wir aus Batman gewohnt sind. Die Balance im Kampf ist ausgesprochen gut verteilt, wir müssen oft Angriffen ausweichen, haben aber jede Menge Features und Fähigkeiten die wir darin einsetzen können. Wir netzen einen Gegner mit Spinnenfäden ein und machen ihm damit kurzzeitig kampfunfähig – wir weichen einer Salve Schüsse aus und verpassen innerhalb weniger Sekunden drei Gegnern eine ordentliche Tracht Prügel. Im Anschluss ergreifen wir mit unseren Spinnenfäden eine Euro-Palette, wirbeln diese ordentlich im Kreis und zerschlagen diese auf einem herannahenden Feind. Sind alle Gegner im Umkreis Kampfunfähig, erhalten wir Erfahrungspunkte und sehen ob wir zum Beispiel bei einer Side-Quest, alle geforderten Aufgaben erfüllen konnten. Hier bekommen wir Aufgaben wie “Schlage 3 Gegner in der Luft” oder “Erreiche einen 10-fachen Combo”. #MarvelsSpiderMan spielt bei Tag und auch bei Nacht, jedoch wechseln die Tageszeiten nur im Lauf der Geschichte selber, es herrscht also kein ständiger Tag- und Nachtzyklus.

Folgen wir der Geschichte, bekommen wir es auch immer wieder mit kleinen Rätseln zu tun. Hier gilt müssen wir unter anderem Schaltkreise erstellen und DNA-Abschnitte richtig sortieren. Auch das Synchronisieren der Funktürme startet ein kleines Mini-Spiel. Mit beiden Analogsticks müssen Frequenzen übereinstimmend überlagert werden. Das macht anfänglich Spaß, wird aber im späteren Spielverlauf eher zum lästigem Übel.

Besonders interessant wird es, wenn wir die Straßen der Stadt als Fußgänger unsicher machen. Wir werden ständig angesprochen von Passanten, die uns teilweise Ihre völlig eigene Meinung über uns offenkundig Mund tun. Wir werden gelobt, bejubelt und vor allem nachts auch des Öfteren beleidigt. Und passen wir nicht auf, dann gibt es Fisks Bösewichte die uns plötzlich hinterrücks überfallen und angreifen. Die Gesichter der Passanten könnten mehr Details vertragen, hier sieht man eine Schwäche der riesigen detaillierten und wunderschön gestalteten Großstadt. Es gibt Straßen die quellen regelrecht über vor Details, vollgefüllt mit unzähligen Autos, Fußgängern und Geschäften, dabei sieht man schon mal den einen oder anderen Statisten doppelt. Auch die Fahrzeuge gleichen sich oftmals nur in der Farbe und im Kennzeichen. Hier werden wir wohl auf eine #PlayStation5 hoffen müssen um solche Mankos nicht mehr zu entdecken.

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Für den Soundtrack zeichnet sich #JohnPaesano verantwortlich, der auch schon für die #Netflix Serie #Daredevil Season 1 und Season 2 den Soundtrack komponiert hat – ebenfalls bekannt aus dem #Marvel Universum – wie perfekt ist das denn bitte? Movie-Soundtracks wurden unter anderem die #MazeRunner Teile von John vertont. Der #MarvelsSpiderMan Soundtrack kann sich wirklich hören lassen. Schwingen wir uns durch die Straßen von New York, kommt sofort ein Superhelden-Theme das in uns sorglos das Super-Helden-Feeling hervorruft. Auch in die Lokalisierung wurde ganze Arbeit gesteckt, wir haben es mit einer sehr guten deutschen Sprachausgabe zu tun an der sich andere Spiele eine Scheibe abschneiden können.

 

 

Was lange währt wird endlich gut – was haben wir uns auf SpiderMan gefreut – wir haben jeden Trailer genossen! Endlich Hand an den Controller angelegt, fühlen wir uns sofort in der Haut von Peter Parker. Wir sind im Kostüm der so dringend benötigte Held für die Großstadt und als Peter Parker in normalen Klamotten ein total überforderter jugendlicher der seine Bude am verlieren ist, weil er das Geld für die Miete nicht aufbringen kann. Das zeigt #SpiderMan mit #MarvelsSpiderMan exklusiv für die #PlayStation4 endlich von zwei Seiten und nicht nur aus der alleinigen Sicht des Superhelden. Auch wenn die Gesichter nicht mehr ganz zeitgemäß aussehen so hat #InsomniacGames eine Menge Arbeit in den Titel gesteckt die sich sehen lassen kann. Das Schwingen durch die Straßen von New York war noch nie so gut und so lebendig umgesetzt. Das Sammeln in der Großstadt macht Spaß und wir haben es immer wieder mit kleineren Tatorten zu tun, an denen wir nicht genau wissen was auf uns zukommt. Eilen wir zur Hilfe und segnen das Zeitliche, ist dieser Nebenschauplatz sogar ganz weg, wir müssen also dann, anders als in Nebenmissionen möglich, nicht neu starten sondern einen neuen Tatort auf der Karte erst einmal entdecken. Halb eingesponnene Gegner können nach einem Tritt an der Wand kleben bleiben und es gibt Passanten die nicht glauben, dass wir der echte SpiderMan sind. Genau das wollten wir sehen und erleben! Das wir ab und an auch Freunde oder sogar bekannte Figuren aus Peter Parkers Umfeld spielen dürfen, lässt uns von der anhaltenden Action ein wenig aufatmen und im Fotomodus kreieren wir unsere eigenen Kunstwerke inklusive SpiderMan-Comic-Cover – wir lieben es! Auch SpiderMan kommt um das Sammeln von Erfahrungspunkten nicht herum, kreativ finden wir aber das Erhalten von Marken die wir für Verbesserungen einsetzen können. So erhalten wir unter anderem auch neue Anzüge die allesamt mit neuen Fähigkeiten daherkommen und teilweise grandios aussehen. Das macht Laune und sorgt für den benötigten Sammeltrieb und dem Erfüllen von kleinen Verbrechensbekämpfungen. Wir unterstützen die Polizei bei Verkehrsunfällen und retten Insassen, oder wir untersuchen einen Tatort an dem merkwürdigerweise gerade erst ein SpiderMan gesichtet wurde. Die Aufgaben sind gut verteilt und sorgen dafür, dass wir stetig etwas zu tun bekommen, deshalb stellenweise die gut inszenierte Hauptmission völlig außer Acht lassen – so muss Open-World sein und das sorgt genau für die so dringend benötigte Frischzellenkur der SpiderMan Spiele. #MarvelsSpiderMan wurde von Fans für Fans gemacht, das fühlt man jede Sekunde und wir haben hier definitiv das Beste SpiderMan Game vor uns.


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Autor: Davis Schrapel