Spießrutenlauf 2015

Die Gaming-Branche hat ein turbulentes Jahr 2015 hinter sich gebracht, dabei gab es einige Fettnäpfchen und Spießrutenläufe zu bewältigen. Mal waren es die Spieler, die enttäuscht über Games oder Publisher, ihren Unmut (meist im Internet #Neuland) kundgaben. Aber auch Entwickler mussten einiges einstecken, teilten im Gegenzug aber auch ordentlich mit spitzen Waffen aus. Viele Aufreger waren gerechtfertigt, wenn auch nicht alle Fehler bei den Entwicklern und Publisher zu finden sind. Wir wagen mit Euch, einen kleinen Rückblick auf die größten Schicksalsschläge und Spießrutenläufe des vergangenen Jahres, und los geht es dabei mit…

Battlefield 4 – DICE / Electronic Arts

Am 03. Januar um 13.00 Uhr bereits ging es los, eine riesige Streikwelle durchgezogen von über 70 Clans, rund um das Spiel #Battlefield5. Grund dafür, scheint vor allem die mangelnde Kommunikation zwischen Entwickler #DICE und Clanbetreiber zu sein. So erfahren diese von versteckte Patches überhaupt nichts, oder bekommen Patchnotes viel zu spät. Auch zu viele Einschränkungen in den Servereinstellungen (Idle Timeout usw.) ist immer wieder Kritikpunkt in den Entwicklerforen, die jedoch völlig vom Entwickler ignoriert werden. Das Betreiben eigener Spielserver, ist eine teure Angelegenheit, erfordert knapp 300 Euro im Monat und nimmt viel Zeit in Anspruch. Eine Liste mit Forderungen und vor allem den kritisierten Punkten, haben die Clan Betreiber im Wearebattlefield Forum veröffentlicht. Entsprechende Beiträge über den Streik oder die Forderungen wurden im #DICE -Forum von den Foren-Betreibern gelöscht, was erst recht zum Streik beitrug. Dabei sind deren Forderung sehr legitim, wünschen sich die Clan Betreiber im Grunde eine bessere und zeitnahe Kommunikation, oder keine versteckten Patches hinter dem Rücken der Administratoren, die in offiziellen Foren sogar dazu beitragen Fehler zu melden. Ganze 24 Stunden legten die Clans die Tastaturen beiseite, und die mediale Aufmerksamkeit darüber, brachten Weltweit Clans dazu, sich daran zu beteiligen.


 

Let’s Play Videos – Nintendo

Ende Januar verscherzte es sich #Nintendo mit dem Sperren von Let’s Play Videos und dem Einführen des Nintendo Creators Programm. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf der Videos und Let’s Plays über #Nintendo -Spiele eingerichtete werden und eine Freigabeprozedur durchlaufen. Dabei versuchte #Nintendo Anfang Februar noch die lange Wartezeit des freischaltens mit einem Ansturm auf das Programm zu rechtfertigen. Schaut man sich die Voraussetzungen ein wenig genauer an, möchte #Nintendo nicht nur an den Werbeeinnahmen mitverdienen, sondern schreibt den Playern auch eine Spiele-Auswahl vor, Spiele wie #SuperSmashBros. stehen nicht auf der Whitelist und dürfen somit auch nicht in Videos rezensiert werden. Im Rahmen des Creators Program muss #YouTube das mit Werbung verdiente Geld zuerst an #Nintendo überweisen, von wo es dann erst mit bis zu zweimonatiger Verspätung bei den Autoren landet. Abseits dieser finanziellen Gesichtspunkte gibt es aber auch inhaltliche Fragen. So ist nicht wirklich klar, wie #Nintendo mit Kritik an den kommentierten Videos umgeht. Auch unflätige oder beleidigende Kritik ist im Regelwerk untersagt, was einer Unterwanderung der Pressefreiheit gleichkommt. In den Foren und #Facebook -Kommentaren war #Nintendo, einem regelrechten #Shitstorm ausgesetzt. Grundsätzlich ist die Frage richtig – ob ein Let’s Player Geld damit verdienen darf, dass er Werke, mit dem ein Konzern Geld verdienen möchte, filmt und von Anfang bis Ende ins Netz stellt, wirklich seine Richtigkeit hat. Aber dieser Schritt hat #Nintendo viele Sympathiepunkte gekostet, auch wenn viele jetzt Nachahmer im Games-Genre erwarten. Wir lassen uns überraschen, ab wann #ElectronicArts und #Ubisoft auf den Zug mit aufspringen werden.


 

Interview – Peter Molyneux / Godus

Der Februar hatte es für Spielentwickler-Legende #PeterMolyneux in sich. Zunächst musste er ordentlich Kritik einstecken, wurde auf der Plattform #Reddit von tausenden Usern kritisiert, dabei soll es auch Drohungen gegen ihm und seine Familie gegeben haben. Vorausgegangen war dieser #Shitstorm der Veröffentlichung eines Eurogamer Artikels, in dem enthüllt wurde, dass #BryanHenderson sich nicht ernst genommen fühlte, sogar völlig ignoriert wurde. #BryanHenderson war Gewinner im Mai 2013, er öffnete den letzten Quader von #PeterMolyneuxs experimentellem Spiel #Curiosity . Dem damals 18 jährigen, wurde versprochen, mit einem Prozent am Umsatz von #Godus beteiligt zu werden und als Gottheit sollte er die Spielwelt beeinflussen können. Bisher ist aber von #Godus auf dem PC nicht viel zu sehen, und hinzu kommen eine Menge verärgerter #Kickstarter -Unterstützer, die sich getäuscht fühlen, denn 2012 wurden 700.000 Euro mit Hilfe von über 17.000 Kickstarter-Unterstützern gefördert und hier noch über eine Entwicklungszeit von 7 Monaten gesprochen. Anfang 2015 äußerte sich jedoch Lead Designer #KonradNaszynski in einem Forenbeitrag, dass er nicht wisse, wie er alle versprochenen Features ins Spiel bringen solle. Doch das Fass zum überlaufen brachte dann Redakteur #JonWalker vom US-Gaming-Magazin #RockPaperShotgun . Denn dieser machte dem Entwickler von Kult-Spielen wie #DungeonKeeper und #Black&White ordentlich Dampf. Seine provokanten Fragen in einem Interview, ließen immer wieder durchsickern, dass #JohnWalker nicht viel von #PeterMolyneux hält. Auf dessen Antworten, ging dieser kaum ein, stichelte stattdessen immer weiter und stellte Fragen die #PeterMolyneux immer wieder in die Enge trieben. Bereits der Einstieg ins Interview begann mit der Frage, ob #PeterMolyneux ein pathologischer Lügner sei. #PeterMolyneux brach das Interview nicht ab, er stand Frage für Frage durch und ließ einige Tage nach dem Interview verlauten, dass er in seinem Leben, keine weiteren Interviews mehr geben wird. Wenn Ihr Euch das Interview zu Gemüte führen möchtet, so findet Ihr dieses HIER. Doch für #BryanHenderson hat die Geschichte eine kleine positive Wendung bekommen. Publisher #DevolverDigital und Entwicklerstudio #Roll7 haben ihm in ihr Spiel #NotAHero! eingebaut. Das Video dazu präsentieren wir Euch ebenfalls gerne.

Dieser Inhalt ist leider nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und stimme unseren Datenschutzbestimmungen zu.


 

The Order: 1886 – Ready at Dawn / Sony Computer Entertainment

Am 20. Februar erschien der #PlayStation4 -Exklusivtitel #TheOrder:1886 . Bereits einige Tage vor offiziellem Release, machten erste Gerüchte die Runde, die Spielzeit betrüge nur 5 Stunden inklusive Zwischensequenzen. Der darauf entstehende kleine #Shitstorm, wurde zwar vom Entwicklerteam #ReadyAtDawn zur Kenntnis genommen und auch dementiert, aber der Deckungs-Shooter war damit bereits abgestempelt. In unserem #GamesArt Test erhielt #TheOrder:1886 , im übrigem den bewährten #GamesArtAward in Gold und konnte 08 von 10 Punkten absahnen (Zoom: GamesArt The Order: 1886). Auch nach Veröffentlichung, wurde #TheOrder:1886 von vielen Seiten als Grafikblender betitelt, die Spielzeit wurde weiterhin bemängelt, auch wenn diese im Schnitt zwischen 8 und 10 Stunden liegt. Vor allem die Spielmechanik, die vielen Zwischensequenzen und die kurze Spielzeit waren stets Kritikpunkte vieler Gamer. Sicher war die Kritik in einigen Punkten gerechtfertigt, wir fanden aber, dass der Titel zu unrecht zerrissen wurde. Mit #TheOrder:1886 erschien der bisher schönste #PlayStation4 -Titel den wir je zu Gesicht bekommen haben und fühlten uns, als spielten wir ein dunkles #Uncharted im düsteren London 1886. Die Spitze der Schmutzkampagne gegen #TheOrder:1886 war ein Youtube Video in dem angeblich ein Spielentwickler aus dem #ReadyAtDawn -Studio zu Wort kommt…

Dieser Inhalt ist leider nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und stimme unseren Datenschutzbestimmungen zu.


 

Game Over – Maxis Software Inc. / Maxis / Spark Unlimited

Auch 2015 mussten wieder einige Entwicklerstudios ihre Türen schließen. Das seit 1987 bestehende #MaxisSoftwareInc. , von #WillWright und #JeffBraun gegründet, wurde durch #ElectronicArts im März 2015 geschlossen. #MaxisSoftwareInc. , hatte 1989 mit #SimCity seinen Durchbruch, denen viele weitere Blockbuster wie die #Sims folgen sollten. Die Schließung von #Maxis, wie sich das Studio zuletzt nannte, soll nach Aussagen von EA keine Entlassungen nach sich gezogen habe, alle Entwickler seien in #Maxis -Abteilungen in den USA, Finnland und Australien untergebracht um weiter an deren Spielreihen zu arbeiten. Die Schließung soll also nur den Hauptsitz von #Maxis betroffen haben, ein nachträgliches entlassen der Mitarbeiter dürfte aber bei der Schließung einer Abteilung kaum noch auffallen und in der Menge untergehen. Auch #SparkUnlimted , die Macher von #TurningPointFallOfLiberty und #LostPlanet3 mussten nach Einstellung eines Free-2-Play Projektes, ihre Tore nach über 15 Jahren für immer schließen.


 

A Hideo Kojima Game – Kojima Productions / Konami Digital Entertainment

Da war ja einiges los, als die ersten Gerüchte auftauchten, #HideoKojima wäre von #Konami gefeuert und suche einen neuen Job. Es fing alles damit an, dass #Konami von heute auf morgen alle “A Hideo Kojima Game”-Schriftzüge von Screenshots und Webseiten entfernen lies. #Kojima twitterte ein Bild mit Snake der uns den Rücken zuwendet und verabschiedete sich kryptisch mit den Worten “Heading Off” und in einem zweitem Tweet mit den Worten “A Break”. Es dauerte nicht lange und die ersten Gerüchte machten sich breit: #HideoKojima sein Studio würde in Kürze aufgelöst, seine Mitarbeiter inklusive #HideoKojima nur noch bis Ende Dezember angestellt. Immer mehr Bestätigungen zeigten, dass es #Konami anscheinend wirklich ernst ist, ihre neue Ausrichtung wird auf den mobilen Markt liegen, solche Mega Projekte wie #MetalGearSolid5 soll es weniger geben, eine Umstrukturierung auch im Vorstand hat bei #Konami einiges ins Rollen gebracht. Die Demo zu #P.T. wurde aus dem #PlayStationStore genommen, die Techdemo begeisterte Horror-Fans weltweit und kündigte ein #SilentHills von #HideoKojima in Zusammenarbeit mit #GuillermoDelToro an. Der Streit zwischen #Kojima und seinem fast 30 Jahre langem Arbeitgeber #Konami eskalierte nach dem Ausscheiden von #Kojima , ein Verbot sich eine Auszeichnung für #MetalGearSolid5:PhantomPain auf den #VideoGamesAwards persönlich abzuholen, wurde ihm gerichtlich untersagt. Mittlerweile hat sich #KojimaProductions neu erfunden, den Namen durfte #Kojima wohl behalten – sein neues Studio stellt im Moment Programmierer ein und #SonyComputerEntertainment ist großer Unterstützer für das erste kommende neue Werk aus den Federn von #HideoKojima .


 

Autor: Davis Schrapel

Dieser Inhalt ist leider nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und stimme unseren Datenschutzbestimmungen zu.