Hand aufs Herz, wer von euch hat sich schon mal Gedanken darüber gemacht wo die Gegenstände welche die Händler eurem Helden in diversen Rollenspielen verkaufen her kommen? Wahrscheinlich keiner, zumindest ich habe daran nie einen Gedanken verschwendet, sondern einfach gekauft was ich gebraucht habe. #Moonlighter stellt sich genau diese Frage, und ob die Antwort darauf Spaß macht erfahrt ihr in unserem Zoom!

In #Moonlighter schlüpft ihr in die Schuhe von Will, der eigentlich gerne ein Held wäre. Schon seit Kindertagen faszinieren diesen die 5-Dimensions-Tore die sich in der Nähe seines Heimatdorfes befinden. Soweit hört sich das ja nach einer Standard Rollenspiel Geschichte an, jetzt kommt aber die Besonderheit von #Moonlighter . Will muss nämlich, nachdem sein Vater verschwindet, das Familien Unternehmen, den namensgebenden Laden “Moonlighter”, übernehmen. Vorbei der Traum vom Held sein, hinein in das Alltagsleben. Preise festsetzen, die Reaktionen der Kunden beobachten, Preise anpassen, Regale auffüllen.

“Dieses Feature hebt den Spannungsbogen und zeigt gleichzeitig eindrucksvoll, dass es immer noch neue und unverbrauchte Ideen in Videospielen geben kann.”

Klingt langweilig meint ihr? Ist es nicht, denn die Gegenstände die in eurem Laden verkauft werden, werden nicht morgens von einem LKW angeliefert sondern müssen von euch in einem der 5-Dungeons gesammelt werden – ein Spielprinzip das süchtig macht! Am Tag steht ihr also in eurem Laden und kümmert euch um das Familiengeschäft, und des Nachts werdet ihr zu #Batman … … okay nur ein Scherz, Will wird nicht zu #Batman – aber bei Nacht geht es natürlich in die Dungeons. Ihr begebt euch auf die Suche nach eurem Vater und nach wertvollen Gegenständen für euren Laden.

Dass es nur 5 Dungeons gibt, und diese auch erst nach und nach freigespielt werden müssen, lässt auf den ersten Blick vermuten, dass man schnell alles gesehen hat. Das stimmt so aber nicht, zwar hat jedes dieser Dungeons nur 3 Ebenen ( plus eine Boss Ebene ) diese sind aber komplett zufällig generiert. Die Dungeons verändern sich also jedes Mal, wenn ihr sie wieder betretet, was den Wiederspielwert natürlich enorm erhöht und für die eine oder andere Überraschung sorgt. So kämpft ihr euch also in Zelda Manier durch die Ebenen und greift dabei auf verschiedene Waffen zurück die ihr vorher eingesammelt oder beim Schmied in eurer Heimatstadt hergestellt habt. Von Kurzschwert, über Langschwert, Pfeil und Bogen oder Faustkampf-Waffen, ist alles dabei was das Abenteurer Herz begehrt. Immer auf der Suche nach legendären Gegenständen die ihr entweder für teuer Gold in eurem Laden verkauft, oder eben für das herstellen eigener Ausrüstung benutzt.

Dabei gibt es nur ein Problem, euer Rucksack kann leider nicht unendlich viele Gegenstände tragen und daher kann es auch mal vor kommen das ihr eine Runde “Inventar-Tetris” spielen müsst um noch Platz für ein weiteres Item zu sammeln. Erschwert wird dies oft davon, dass Gegenstände die ihr findet spezielle Anforderungen haben, so kann ein gebrochener Schwertgriff zum Beispiel nur oben oder unten im Rucksack abgelegt werden. Oder ein Gegenstand zerstört automatisch den Gegenstand der über diesen im Inventar liegt, wenn ihr ihn dort ablegt. Dieses Feature hebt den Spannungsbogen und zeigt gleichzeitig eindrucksvoll, dass es immer noch neue und unverbrauchte Ideen in Videospielen geben kann.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Sterben. #Moonlighter gehört zum Genre der “Roque-like” Spiele, was bedeutet, dass euer Tod schmerzhafte Konsequenzen mit sich bringt. Konkret bedeutet dies, solltet ihr einem der zahlreichen Monster oder einer der ebenso zahlreichen Fallen zum Opfer fallen, ihr alles verliert was ihr bis zu diesem Zeitpunkt gesammelt habt. Das ist zwar in manchen Situationen frustrierend (und zwar so frustrierend das der testende Redakteur deswegen seinen Controller auf den Boden geworfen hat 8O ) aber nie unfair. An dieser Stelle sei dennoch gesagt: #Moonlighter ist auf seinem normalen Schwierigkeitsgrad kein einfaches Spiel, es ist durchaus eine Herausforderung. Aber auch wenn es Frustmomente gibt, man kommt immer wieder zurück um den Dungeon noch einmal zu versuchen, noch bessere Gegenstände zu finden, und noch mehr Geld zu verdienen. Doch ihr fragt euch sicher, wofür brauch ich das Geld eigentlich? Natürlich um Hilfe in Form von Alchemisten – die euch Heiltränke verkaufen oder vom Schmied der euch die Waffen schmiedet und verbessert – zu erhalten. Außerdem benötigt ihr Geld, um euren Laden zu vergrößern, damit ihr wiederum mehr Gegenstände verkaufen könnt und der Umsatz steigt – und somit schließt sich dann der Kreis. Ihr könnt sogar Assistenten einstellen und den Service im Laden damit aufwerten, doch Obacht, auch Diebstahl gehört einkalkuliert und vereitelt. Verpackt ist das Ganze in einer wunderschönen Optik bei der man schon vom ersten Blick an merkt, dass viel Liebe in das Design gesteckt wurde.

#Moonlighter hat seine Idee und seine Aufmachung am 31. Mai 2016 bei #Kickstarter (Projektlink) der großen Öffentlichkeit preisgegeben. Dabei wurden 134.276 Dollar anstatt den geforderten 40.000 Dollar eingesammelt, und bereits am 20. Mai 2018 wurden alle Unterstützer mit der Vollversion für #PC , #XboxOne , oder #PlayStation4 versorgt (augenblicklich befindet sich noch eine #Switch Fassung in Arbeit). Sämtliche Menüs und Textpassagen sind komplett in Deutsch verfügbar.

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Für den wunderbaren Ohrwurm-Soundtrack ist #AlecHolowka verantwortlich, der sich schon für die Musik zu Spielen wie #TowerFall , #Aquaria , #NightInTheWood und #OffspringFling verantwortlich zeichnet.

 

 

#Moonlighter nimmt eine simple Spielmechanik, eine interessante Prämisse, eine kleine Prise Humor und verpackt alles in einem Spiel, das unglaublich viel Spaß macht, auch wenn es den einen oder anderen Frustmoment durchaus gibt. Und jetzt entschuldigt mich, ich muss so einem dummen Abenteurer noch ein völlig überteuertes Schwert andrehen.


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Autor: Marc Volle

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