Am 30. Oktober 2017 präsentierte #SonyInteractiveEntertainment auf der #PlayStationParisGamesWeek neuen Spiele-Highlights für die #PlayStation4 . Dabei wurde unter anderem auch der Titel #Oure vorgestellt, der sofort mit Wirkung der Vorstellung für alle zum Download im #PlayStationNetwork bereitstand. Diese Tradition lies #SonyInteractiveEntertainment bereits im Jahr zuvor mit dem Titel #Entwined für die #PlayStationVita und #PlayStation4 aufleben. #Oure stammt aus dem Entwicklerstudio #HeavySpectrum , ansässig im wunderschönen London. Wir haben uns für Euch auf eine wunderschöne Reise begeben und dabei den Titel genauer unter die Lupe genommen.

Wir wurden als einzigartiges Kind geboren, mit den Kräften alter Drachen. Nun wurden wir von unseren Eltern von der verwundeten Oberfläche der Erde in das Land über den Himmeln geschickt. Und schon beginnen wir als asiatischer Drachen anmutend die Wolkenlandschaften zu erkunden. Dabei gibt es richtig viel zu entdecken. Wir können blau leuchtende Orbs einsammeln, unseren Drachen mit grünen und roten Orbs verbessern. Nicht nur hierbei wurden bei #Journey Inspirationen gesucht und umgewandelt verwendet. So verschwindet unser Tattoo auf dem Rücken, wenn unsere Ausdauer zuneige geht. Der Sand wurde gegen Wolken ausgetauscht und hinzugekommen sind kleine Passagen in denen wir wieder die menschliche Gestalt aufnehmen dürfen.

„Da Ihr Euch auf den Wolken niederlassen könnt, um dort auch zu verharren, zeigt sich das Level-Design anspruchsvoller als beim ersten Blick auf die wolkige Atmosphäre, erscheint.“

Doch genau diese Passagen reißen mich aus den ruhigen und wirklich entspannenden Spielfluss leicht heraus. Hier gilt es dann als das kleine Mädchen von Plattformen zu springen, kleine Sammelgegenstände aufzunehmen und Schalter zu aktivieren, ehe wir uns wieder in Drachenform durch die Wolken gleiten lassen können. Doch Schalter zu aktivieren ist wichtig, denn nur dann können wir Relikte einer verlorenen Zivilisation zum Leben erwecken, um einen der acht Titanen zu erwecken.

Sobald wir einen der Titanen gefunden haben, ändert sich das Gameplay wieder etwas. Nun ist es aus mit dem ruhigem gleiten über Wolken, jetzt müssen wir Stachel am Titanen ausfindig machen und ihm in einem kleinen Wege-Puzzle davon befreien, eine kleine Prise #TheLastGuardian weht uns um die Ohren, auch wenn es sich eher um die zugige Wolkenlandschaft über unserem eigenen Spielfeld handelt. Die Titanen sind nach erfolgreicher Erweckung ab sofort Bestandteil Eurer Wolkenlandschaft und können jederzeit von Euch in luftiger Höhe besucht werden.

Die Steuerung ist hierbei Fluch und Segen zugleich. Ich habe über eine Stunde Spielzeit gebraucht, um mich an die ungewöhnliche Steuerung des Drachen zu gewöhnen. Danach war der Knoten geplatzt und ich hatte richtig viel Spaß beim durchforsten der Wolken. Hierbei gilt, Eure Ausdauer wird erst wieder aufgefüllt, wenn Ihr eine Wolke berührt. In eine Wolke fliegen geht nur wenige Zentimeter, sie können also nicht „durchflogen“ werden. Deshalb ist es anfänglich nicht so einfach höher kletternde Wolken-Formationen zu erkundschaften. Im weiteren Spielverlauf – mit immer besseren Fähigkeiten jedoch bald kein großes Hindernis mehr. Da Ihr Euch auf den Wolken niederlassen könnt, um dort auch zu verharren, zeigt sich das Level-Design anspruchsvoller als beim ersten Blick auf die wolkige Atmosphäre, erscheint. Finden wir kleine Eingänge in riesige Wolkenformationen, können wir auch in Tunneln und kleinen Höhlen landen. Hier gibt es neben den Orbs auch Relikt-Säulen zu entdecken, die durch seichte Berührung, oder auch nur durch präzises hin-durchfliegen aktiviert werden. Nach Aktivierung aller, sprechen die Titane zu uns und wir bekommen wieder ein kleines Puzzle der Geschichte erklärt und gelüftet.

Der Soundtrack zum Spiel, der wie #Oure selber im #PlayStationStore HIER erworben werden kann, gefällt uns ausgesprochen gut. Seine Präsenz nimmt jedoch im laufenden Spielfluss immer weniger Platz ein und verschwindet für Minuten teilweise komplett, pausiere ich das Spiel habe ich wieder Musik im Menü von #Oure – hier hätte ich mir, gerade beim durchsuchen und erforschen der Wolkenbilder ein schönes bleibendes Soundtrack-Theme gewünscht. Ich habe dann irgendwann #Spotify gestartet und meine Playlist „Oure PlayList EMPFEHLUNG beim zocken!“ von #ÓlafurArnalds gestartet – die, wie ich finde perfekt zum Gameplay von #Oure passt.

Die grafische Ausrichtung von #Oure lässt sich ohne Umschweife in die künstlerische auslegend beschreiben. Den Titanen fehlt es leider an Details und die Wolken sind immer wieder durch Filter weich und leicht unscharf gezeichnet. Vollführen wir eine komplette Kreisbewegung, so leuchten alle noch nicht gefundenen Sammelgegenstände und Story-Elemente für einen kurzen Moment auf – eine Funktion die es wohl auch dringend benötigt, verirren wir uns doch sonst sofort in den Wolkenformationen, auch wenn uns in Abschnitten alte Ruinen in den Wolken als Orientierungshilfe dienen können. Immer wieder begegnen wir kleinen Schwärmen von Vögeln oder sogar Luft-Fischen die uns für einen kurzen Augenblick folgen und eine Einheit mit uns bilden. Einige Artefakte lassen sich zum Beispiel nur finden, wenn wir einen größeren Schwebe-Fisch entdeckt und mit ihm interagiert haben. Jeder Titan benötigt sein eigene Herangehensweise und wurden teils mit kleinen Geschicklichkeit-Rätzeln bespickt.

 

 

#Oure macht vieles richtig und doch einiges falsch. Die kurzen menschlichen Abschnitte zum Aktivieren von Schaltern, hätte es nicht gebraucht, ich fühlte mich stetig im Spielfluss herausgerissen, nachdem ich endlich die Steuerung vom Drachen genießen konnte. Auch die Kamera scheint nicht auf die menschlichen Passagen ausgelegt zu sein, bleibt diese doch ständig an Gebäuden-Eingängen hängen und verhaspelt sich. Diese kleinen Fehlern sind in der Gesamtbewertung von #Oure nicht ausschlaggebend, denn ich hatte richtig Spaß mit dem Titel. Ausbrechen aus den ewigen Action-Titeln, einfach durch die Wolken mit einer chinesischer Drachenschlange gleiten, drehen, wirbeln und dabei nach hoher Eingewöhnung die Steuerung plötzlich sogar liebend und genießend wahrnehmen. Mich hat #Oure gepackt, seine Spielzeit ist locker doppelt so hoch wie die von #Journey und es macht wirklich Spaß die Orbs zu sammeln, wieder einen zu entdecken und nach dem versteckten Höhleneingang zu suchen, der mich zu den letzten verbliebenen Schätzen führt. Wenn Ihr etwas ruhiges sucht, ein paar Stunden in eine andere Welt eintauchen wollt, so seid Ihr bei #Oure genau richtig. Wer #Journey und #ABZÛ liebt, wird sein Herz in den Wolken vielleicht sogar an einen Drachen verlieren.


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Autor: Davis Schrapel