GamesArt Interview Austin Wintory

Austin Wintory arbeitete als Komponist für das kommende PlayStation 3 Game Journey, und war hier für den kompletten Soundtrack zuständig. Ebenfalls hat er auch schon bei flOw, dem ersten Spiel des gleichen Entwicklerstudios aus dem auch Journey kommt, sein Können unter Beweis gestellt. Für GamesArt.de hat er sich nun etwas Zeit genommen, nachdem Journey am 13 und am 14 März 2012 nach drei Jahren Entwicklung seinen Release finden wird, und steht uns im Interview Rede und Antwort.

Austin Wintory worked as a composer for the upcomming PlayStation 3 game „Journey“. He proofed his talent on the developers previous project „flOw“. Austin took some time for an interview hosted by GamesArt. Journey will hit PSN on March 13 / 14

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Hallo Austin, vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen für einen Deutschen Gaming-Blog ein Interview zu geben. Wir fühlen uns geehrt mit einem großartigen Komponisten, über seine Arbeit an einem wundervollen OST zu reden.

 Hallo

01. Sind für Sie Videospiele eine Form von Kunst?

01. Ich würde Kunst definieren als Ausdruck persönlicher Kreativität des Erfinders. Also ohne jede Frage, Spiele sind Kunst. Ich glaube nicht an eine strenge Definition für Kunst, Ich würde eher fragen: „Berührt es mich?“ Manche werden es und manche nicht. Es ist sehr subjektiv was dich berühren wird, aber das heißt nicht das es deshalb keine Kunst ist!

02. Wenn du die Wahl hättest, für ein Spiel die Musik zu kreieren, welches wäre dies? Warum dieses Projekt? Warum dieses Genre?

02. Ehrlich gesagt, meine Antwort ist Journey! Ich liebe alle Seiten an Spielen, als Spieler sowie als Komponist. Bioshock war ein Spiel, welches großen Einfluss auf mich auswirkte, genauso wie Mass Effect 1 & 2. Aber Journey ist wirklich etwas besonders! Es ist der Traum jedes Komponisten, der Bestandteil eines Spiels zu sein, dass so spirituell und wunderschön ist. Mit solch einer leeren Leinwand für Musik.
Das ist wirklich schwer zu toppen!

03. Sie haben bereits für zwei Projekte mit thatgamecompany gearbeitet. Für flOw und Journey. Wird Ihr nächstes Projekt wieder in Zusammenarbeit mit thatgamecompany sein?

03. Sicherlich hoffe ich meine Arbeit mit thatgamecompany weiter fortführen zu können, aber mein nächstes Projekt trägt den Namen Monaco von Pocket Watch Games mit Andy Schatz als Regisseur. Dieses Spiel ist Grundlegend anders als Journey, genauso wie die dazu geschriebene Musik. Es besteht alles nur aus solo Piano ähnlich der Stummfilm-Ära. Es macht so viel Spaß! Und Ich bin auch noch in Verhandlungen mit Chris Bell um die Musik zu machen für sein Spiel Way.

04. Wie ist es dazu gekommen, dass Sie Ihr Interesse fürs Komponieren gefunden haben? Und was war der ausschlaggebende Punkt der Sie dazu brachte Komponist zu werden?

04. Als Ich ungefähr 10 Jahre alt war, wurde Ich besessen von der Musik von Jerry Goldsmith und wusste von dem Moment an, dass komponieren meine Zukunft sein würde! Ich startete mit dem Schreiben für mein High School Orchester in Colorado. Alles mit der Hand! Danach ging ich an die New York University und an die University of Southern California für Klassische Musik. In New York fing ich an mit Studenten Filmen und als Ich nach LA kam mit Studenten Filmen und Studenten Spielen. Eines dieser Spiele war Jenova Chen`s Masterarbeit flOw. Offensichtlich hat dieses mein Leben verändert!

05. Was ist der große Unterschied zwischen dem Schreiben eines Soundtracks für einen Film / Videospiel? Und was ist Ihrer Meinung nach diesbezüglich der Vorteil oder Nachteil?

05. Der größte Unterschied besteht darin, die Musik geradlinig oder nicht geradlinig zu benutzen. Filme sind geschlossene Zeitfenster, so dass das Finale eine Raffinesse bekommt und oft auch eine durchsichtige Stütze der Erzählung sein soll. Spiele sind einfacher, ausgenommen die Geschichte wird vom Spieler geleitet. Das bedeutet deine Musik hat keinen zeitlichen Rahmen aber die in Anspruchnehmende Zeit ist unterschiedlich von einem Spieler zum andern. Das ist meine Lieblings Komponente am schreiben für ein Videospiel. Es ist sehr aufregend und unglaublich herausfordernd. Letzten Endes bevorzuge Ich keines von beiden. Sie geben sich die Waage deshalb hoffe ich beides weiterhin machen zu können!

06. Haben Sie jemals in Erwägung gezogen, etwas anderes zu machen als zu komponieren? Oder wussten Sie schon immer, dass Sie Komponist werden wollen?

06. Seit ich klein bin, wußten ich, dass dies meine Leidenschaft ist und meine alleiniges Ziel, also nicht wirklich. Damit meine Ich, Ich liebe das schreiben. Ich arbeite sogar tatsächlich gerade an einem Buch! Und Ich komponiere Konzert Musik. Zum Beispiel bin Ich Komponist für die Boulder Sinfonie in Colorado. Und so schreibe Ich kontinuierlich Stücke für Sie

07. Wer ist Ihr Lieblings Komponist?

07. Meiner Meinung nach eine Mischung von Bela Bartok und Jerry Goldsmith, die Meister der 20th century`s.

08. Können Sie ein Erlebnis mit uns teilen, von den Aufnahmen für Journey mit dem Radio Sinfonie Orchester von Mazedonien?

08. Das Orchester wurde geführt von Oleg Kontradenko und Laurent Koppitz. Es war eine Freude mit beiden zu arbeiten. Die Musiker spielten mit gewaltiger Leidenschaft und guter Haltung. Ursprünglich plante ich dort hin zu fliegen und alles persönlich durchzuführen aber mein Linienflug bekam Probleme mit der Druckluft. Also entschied ich in LA zu bleiben und überwachte die Sitzung aus der Entfernung von der Sony San Diego Musik Fakultät. Alles klappte wunderbar!

09. Wird die Musik von Journey käuflich zu erwerben sein?

09. JA!! Ich kann leider noch keine Details bekannt geben. Aber Ihre Leser können meinen Newsletter abonnieren oder mir bei Twitter folgen, ich werde mehr Details bekannt geben sobald ich kann!

Vielen Dank für das Interview und Grüsse aus Deutschland vom GamesArt.de Team.

Vielen Dank.

 

 

English

Hello Austin, thank you for your time and this interview for a German gaming blog, we are honored that a great composer like you, are talking about the work on a wonderfull OST.

Hello

01. Are video games an art form to you?

01. I think art is defined as any form of self expression on the part of the creator, so without question, games are art. I really don’t believe in a stringent definition for art. It comes down to “Does it move me?” and some things will, some won’t. It’s immensely subjective what will move you, but that doesn’t prevent something from being art.

02. If you could choose a game project to score, what would it be? Why this project? Why that genre?

02. Honestly, my answer to that is Journey! I love all sorts of games, both as a gamer and a composer. Bioshock was a game that made a big impact on me as well as Mass Effect 1 & 2. But Journey is really special. It’s a composer’s dream to be a component of a game that’s so spiritual and beautiful, with such a blank canvas for music. Really hard to beat!

03. You have already done two projects with thatgamecompany, flOw and now Journey. Will your next video game project be with thatgamecompany?

03. I certainly hope to continue working with thatgamecompany, but for now my next game is called Monaco, produced by Andy Schatz and Pocket Watch Games. The game is radically different from Journey, as is the score. It’s all solo piano in a sort of ragtime / silent movie era style- so much fun. I’m also in talks with Chris Bell to write a score for a commercial-scale version of his game Way.

04. How did you become interested in composing? What was the final spark that made you decide to become a composer?

04. I became obsessed with the music of Jerry Goldsmith when I was about 10 years old and knew that composing would be my future. I started out by writing music (by hand!) for my high school orchestra in Colorado, and eventually went to NYU and USC for classical training. In New York I got started doing student films and when I came to LA I started doing both student films and student games. One of those student games was Jenova Chen’s master thesis flOw- obviously that one changed my life!

05. What is the major difference between scoring a feature film and video game? What are the advantages or disadvantages of scoring a video game in your opinion?

05. The main difference comes down to the linear vs. non-linear use of music. Films are locked timelines, so the goal becomes the subtle and often transparent support of the narrative. Games are similar, except that the narrative is dictated by the player (to varying degrees). This means your music is not locked in time but potentially very different from one player to the next. This is my favorite component to scoring a video game. It’s very exciting and also incredibly challenging. Ultimately I don’t have a favorite though; they balance each other out so I hope to always do both.

06. Did you ever consider doing something besides composing? Or did you always know you wanted to be a composer?

06. I knew that this was my passion and my sole career ambition from a young age, so not really. With that said, I do love writing; I’m actually working on a book right now! I also compose concert music. I am the Composer-in-Residence for the Boulder Symphony in Colorado, for example, and so am constantly writing new works for them.

07. Who is your favorite composer?

07. That’s sort of a tie between Bela Bartok and Jerry Goldsmith. The 20th century’s two greatest masters, in my opinion.

08. Could you share with us an experience about the recording session of Journey with the Radio Symphony Orchestra from Macedonia?

08. The orchestra was conducted by Oleg Kontradenko and contracted by Laurent Koppitz. Both were joys to work with. The musicians played with tremendous passion and great attitudes. Originally I had planned to fly out there and conduct myself, but our schedule got somewhat compressed so I decided to stay in LA and monitor the sessions remotely from Sony’s San Diego music facility. The whole process worked beautifully!

09. Will the score from Journey be available for purchase?

09. Yes!! I can’t announce details yet, but if your readers sign up for my newsletter or follow me on twitter I will be posting details the moment I can!

Thank you for the interview, greetings from Germany and the GamesArt.de Team.

Thank you very much.

 

Wir präsentieren Euch auch gerne noch ein kleines Video, in dem Ihr sehen könnt, wie der Soundtrack eingespielt wurde und Euch einen ersten optischen und akustischen Eindruck verschaffen.

Autor: Davis Schrapel